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Wasser Drucken

Wasser wird hauptsächlich zum Kühlen verwendet. Dem Feuer wird somit die Energie entzogen. Ausschlaggebend für den Erfolg eines Wassereinsatzes ist nicht die Wassermenge, die dem Feuer zugeführt wird, sondern die dem Feuer gebotenen Oberfläche des Wassers. Dazu müssen wir uns den Vorgang ein wenig genauer anschauen.

Es ist nicht die Menge des Wassers, die kühlt, sondern die Oberfläche der Wassertropfen, die die Wärme des Feuers absorbieren, d.h. aufnehmen können. Das heisst, je mehr Oberfläche pro gespritzte Menge Wasser, desto grösser der Kühleffekt. Folglich ist es das Ziel, möglichst kleine Tropfen zu erhalten bei gleichbleibender Menge Wasser, um den Kühleffekt zu maximieren. Diesen Trick wenden bereits spezielle Geräte an, die mit Höchstdruck Wasser aus einer engen Düse spritzen und somit Wassertropfen mit einem Durchmesser von wenigen Mikrometern (Millionstel Meter) 'produzieren’. Der Kühleffekt, der aus 5 Litern Wasser, die zu kleinsten Tropfen ausgestossen werden, erreicht wird, reicht aus, um einen Personenwagen, der im Vollbrand steht, zu löschen. Der grosse Nachteil des Verfahrens ist, dass die Tropfen auf sehr kurze Distanz eingesetzt werden müssen, da sie kaum mehr Masse besitzen und daher nicht weit geschleudert werden können.

Kommt das kühle Wasser in Kontakt mit der Wärmestrahlung des Feuers, beginnt sich das Wasser zu erhitzen und wandelt die absorbierte Energie in Bewegungsenergie der einzelnen Wassermoleküle um. Dabei wird die in Bewegungsenergie umgewandelte Wärmeenergie des Feuers mit dem entstandenen Wasserdampf buchstäblich vom Feuer weggetragen. Das Feuer verliert an Energie und kann sich ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr selber aufheizen, das Feuer erlischt.

Gefahren beim Einsatz von Wasser

Der heisse Wasserdampf eines Feuers birgt für Feuerwehrleute eine grosse Gefahr. Wasserdampf, der zurückschlägt, kann schwere Verbrennungen verursachen, da er, im Gegensatz zur Wärmestrahlung, unter die Brandschutzkleider gelangen kann. Daher ist Vorsicht geboten, wenn von oben her oder in Sackgassen gelöscht wird (In einem Keller, von der Drehleiter aus, Tunnel...).

Eine weitere Gefahr birgt das Löschmittel Wasser bei Metallbränden. Bei solchen Bränden entstehen hohe Temperaturen, welche im Stande sind, die einzelnen Wassermoleküle, welche aus zwei Teilen Wasserstoff und einem Teil Sauerstoff bestehen, zu spalten. Wasserstoff für sich alleine ist ein hochexplosives Gas. Sauerstoff in zusätzlicher Menge beschleunigt den Brand. Wird also Wasser auf einen Metallbrand gespritzt, so entsteht eine heftige Reaktion und der Brand wird nur noch zusätzlich beschleunigt!

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Bei Bränden von Elektrogeräten, Transformatoren oder anderen Objekten an den Strom angehängt sind, ist zu beachten, dass die Objekte noch Strom führen können. Löschwasser oder Schaum ist ein idealer Stromleiter, da es in den meisten Fällen verschmutzt ist. Es kann zu Stromschlägen kommen.

Wird mit einem starken Strahl Wasser direkt in ein Feuer gespritzt, wird durch das Wasser zusätzlich noch Luft aus der Umgebung mitgesaugt. Es ist daher wichtig, die richtige Art des Wasserstrahls zu finden.